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Noch nicht einmal 100 Tage bis zum Startschuss der Olympischen Sommerspiele 2012 in London. Die Wettkampfstätten sind bereits fertiggestellt und somit steht dem größten Sportevent auf Erden nichts mehr im Wege.

Für Matthias de Zordo sind es die ersten Olympischen Spiele, an denen er teilnimmt. Als amtierender Weltmeister zählt er zum engeren Favoritenkreis. In der Aprilausgabe von Vision-Gold begleiten unsere Reporter den 24jährigen bei seinem Kurztrip nach London.
Außerdem bei Vision Gold: Katharina Schett. Die 19jährige gilt als eines der größten Talente im Bogenschießen. Bei den Paralympics in London peilt die Dillingerin einen Platz unter den ersten zehn an.



Mathias de Zordo - Der Meister der Technik

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Katharina Schett – Eine Bogenschützin par excellence

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Auf ein Neues in Nanjing

IOC-Präsident Jacques Rogge und DOSB-Präsident Thomas Bach haben eine positive Bilanz der Olympischen Jugendspiele in Singapur (14. bis 26. August) gezogen.
"Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich bin begeistert", sagte der IOC-Chef zum Abschluss der Premiere.
Über 3500 Nachwuchsathleten aus 204 Ländern waren am Start. Allein aus Deutschland nahmen 70 Jugendliche teil, die insgesamt 23 Medaillen holten. Doch gerade der Medaillenspiegel war ein heiß diskutiertes Thema. Während der DOSB vollkommen auf die Veröffentlichung verzichtete, druckten Singapurs Staatsmedien den aktuellen Medaillenspiegel täglich ab. Für Sportler und Trainer stand jedoch der sportliche Erfolg im Vordergrund.
Die geringe Zuschauerzahl zu Beginn der Spiele mag ein kleiner Wermutstropfen auf der weißen Weste der Organisatoren gewesen sein, im Laufe der Veranstaltung füllten sich die Ränge jedoch mehr und mehr. Am Ende waren alle von den Olympischen Jugendspielen begeistert: Sportler,Trainer, Zuschauer, Funktionäre und die Organisatoren.

Auf ein Neues 2014 in Nanjing!

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Ehrung für Bentele, Schönfelder und Radteam

Höchstleistungen, Titel, Medaillen – Es war ein Jahr der Superlative für den deutschen Behindertensportverband. Dies zeigte sich auch bei der Wahl der Behindertensportler 2010 Anfang Dezember im Deutschen Sport und Olympia Museum in Köln. Preise gab es in den Kategorien "Sportlerin", "Sportler" und "Mannschaft des Jahres". Gerd Schönfelder setzte sich gegen Sebastian Iwanow (Schwimmen) und Josef Neumaier (Schießen) durch. Aufgrund seiner vier Goldmedaillen in Vancouver, durch die er seine olympische Goldmedaillensammlung auf 16 erhöhte, war die Auszeichnung absolut verdient. Auch Verena Bentele, die Behindertensportlerin des Jahres und Bambigewinnerin, erwarteten Kenner des Faches im Vorfeld auf dem ersten Rang. Sie hat im vergangenen Winter sogar fünfmal Gold bei den Paralympics gewonnen! Einzig die Wahl zur Mannschaft des Jahres versprach richtig Spannung. Am Ende freute sich das "Team Radsport". Die Straßenradsportler wurden für ihren WM-Titel in Kanada ausgezeichnet. Gute Chancen hatten auch die Basketballerinnen, die erst im WM-Finale von den USA gestoppt wurden. An der Veranstaltung selbst nahmen neben den nominierten Athleten vor allem Funktionäre des Behindertensportverbandes um Präsident Friedhelm Julius Beucher, Vertreter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Sponsorenvertreter sowie zahlreiche Medien teil.

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Katharina Schett – Eine Bogenschützin par excellence

Gerade 19 Jahre ist Katharina Schett alt. Doch trotz ihres jungen Alters hat sie auf sportlicher Ebene schon vieles erreicht. Schett betreibt seit nunmehr 14 Jahren Bogenschießen. Gefördert wurde und wird die Dillingerin von ihrem Trainer und Großvater Alfred Motsch. Seit 2007 ist sie Mitglied der Nationalmannschaft. Bereits vor vier Jahren nahm sie an den Paralympischen Spielen in Peking teil und belegte mit dem deutschen Team den sechsten Rang. Die Abiturientin wurde mit einem Wirbelspalt (Spina bifida) geboren, der ihr Gleichgewicht sowie ihre Gehfähigkeit einschränkt. Schett wusste sich jedoch früh mit ihrem Handicap zu arrangieren, was ihr nicht zuletzt zu diesem Werdegang verhalf. Seit September wohnt und arbeitet die ambitionierte Sportlerin in der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken. Im Hinblick auf die bevorstehenden Paralympischen Spiele könnten die Bedingungen kaum besser sein: Neben ihrem Freiwilligendienst im Athletenhaus findet die Bogenschützin in Saarbrücken erstklassige Trainingsbedingungen für ihre täglichen zwei Trainingseinheiten – ein ständiger Wechsel aus Kraft-, Schieß-, Technik- und Physioeinheiten – vor. Wird die Wahl-Saarbrückerin für die Paralympics nominiert, steht ihr Ziel für London auch schon fest: Ein Platz unter den Top 10.

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Matthias de Zordo – Der Meister der Technik

Der 11. August 2012 ist das magische Datum für Matthias de Zordo. Kurz vor Ende der Olympischen Spiele greift der 24jährige erst in das aktive Geschehen ein. Im Vergleich zu den Vorjahren gilt de Zordo im olympischen Jahr nicht mehr als unbeschriebenes Blatt, zu eindrucksvoll waren die beiden zurückliegenden Saisons. Bei der Europameisterschaft 2010 in Barcelona sicherte er sich Speerwurf Silber, nachdem ihm bereits bei der Team EM im norwegischen Bergen Wochen zuvor ein Sieg gelungen war. Vergangenen September triumphierte der Wahl-Saarbrücker bei der Leichtathletik WM im südkoreanischen Daegu. Beim Diamond League Finale am 16. September 2011 in Brüssel stellte de Zordo ferner eine neue persönliche Bestleistung auf. Die 88,36 Meter sind zugleich ein „Weltrekord“. Noch nie hat ein Linkshänder den Speer weiter geworfen als Matthias de Zordo. Auch die ewigen Diskussionen um den teilweise zu laschen Trainingseinsatz sind mittlerweile verstummt. An Motivation mangelt es dem Hünen mitnichten. Ein goldener Mix aus Ehrgeiz und der nahezu perfektionierten Technik – de Zordo beherrscht die speerwurfspezifische Körperverwringung wie kaum ein anderer – lässt Matthias de Zordo von einer olympischen Medaille träumen.

Nach seiner aktiven Karriere will Martin studieren: „Im Moment hätte ich allerdings noch Lust auf ein weiteres Jahr und kann mir gut vorstellen, bis 2012 zu springen.“

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